Migräne vorbeugen - Dr. med. Ulrich Selz

Migräne vorbeugen

Migräne vorbeugen mit der Schulmedizin und Alternativmedizin

In diesem Text erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt Migräne vorbeugen zu können.
Hier lernen Sie, was Ihnen die Schulmedizin und Alternativmedizin bieten kann, damit Sie langfristig wieder schmerzfrei leben können und nicht mehr quälend ans Bett gefesselt sein müssen.

Sie werden sehen: Gerade die Migräne eignet sich (wie keine zweite Erkrankung) um gezielt vorbeugen zu können! 

​Dr. med. Ulrich Selz 

Auf langfristige Sicht sollte jeder Migränepatient dieses Ziel verfolgen: 
Migräne vorbeugen! 

Warum? Weil im Anfall das Schmerzmittel nur ein re-agieren und kein agieren ist.  

Migräne - Prophylaxe oder Schmerzmittel?

Jeder Migränepatient macht eine Entwicklung durch: Zu Beginn des Auftretens der Erkrankung greifen viele Betroffene schnell zu Schmerzmitteln und unterdrücken ihre Kopfschmerzen mit Schmerzmitteln. 

Je öfter und je länger man unter der Erkrankung leidet, desto kritischer wird der Einsatz von Schmerzmitteln von den Migränepatienten selbst hinterfragt: Hat mit 20 Lebensjahren das Vorbeugen vor einem Anfall noch keinen großen Stellenwert im Leben eingenommen, so wird es mit fortlaufenden Alter für die Betroffenen immer wichtiger. Der Gebrauch von Schmerzmitteln über die vielen Jahren hinterlässt sicherlich seine Spuren im Körper. Darüber macht man sich verständlicherweise erst nach einigen Jahren Gedanken. 

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Es gibt grundsätzlich zwei Strategien bei Migräne

Es gibt zwei Hauptstrategien bei Migräne: Die Migräneprophylaxe (dem Anfall vorbeugen) und die akute Schmerzbehandlung. 
In beiden Fällen gibt es jeweils eine Therapie mit Medikamenten oder die nicht medikamentöse Anwendung von Therapiemaßnahmen.

Eine Synthese dieser beiden Richtungen ist die "Migränetherapie nach Dr. Selz"

Was ist Migräne?

Der Migränekopfschmerz äußert sich durch anfallsweise auftretende Kopfschmerzattacken. Meist dauern diese Anfälle zwischen 4 bis 72 Stunden. 
Charakteristisch ist, dass die Kopfschmerzen meistens auf einer Seite auftreten und während des Anfalls zur Gegenseite wechseln können. Die Schmerzen werden meist als pochender und pulsierender, stechender Schmerz beschrieben. 

Da es sich um starke Schmerzen handelt, sind die Betroffenen während eines Anfalls stark körperlich und geistig eingeschränkt. Sie meiden instinktiv Bewegungen, Lärm, Licht und Menschen. Sehr häufig sind die Migräneanfälle von Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Wie wird Migräne diagnostiziert?

Die Betroffenen wenden sich bei häufigerem Auftreten meistens an ihren Hausarzt. Durch ein Anamnesegespräch findet er die typischen Anzeichen von Migräne heraus. Wenn es sich um wiederkehrende Attacken handelt, dann ist der Gang zu einem spezialisierten Arzt für jeden Migränepatienten unerlässlich.

Der Facharzt für Nervenheilkunde (Neurologe) sollte mindestens einmal in einer Migränekarriere aufgesucht werden. Diese Ärzte sind hoch spezialisiert und geben bei Migräne meist ein MRT in Auftrag. Über eine Kernspintomografie des Kopfes sollen schlimmere Erkrankungen ausgeschlossen werden. 

Vermeiden Sie Migräneauslöser (sogenannte Trigger)!

Charakteristisch für die Migräne sind die Triggerfaktoren. Darunter versteht man Auslöser für einen Anfall. Das kann z. B. ein bestimmtes Lebensmittel sein oder eine Hormonschwankung, häufige Stresssituationen oder Schlafentzug. So kann die Antwort auf die Frage „Migräne was tun?“ dann beispielsweise lauten: Vermeiden Sie es, unter sechs Stunden zu schlafen oder vermeiden Sie stressige Reisen mit dem Flugzeug. 

​Dr. med. Ulrich Selz 

Viele Betroffene kennen ihre Triggerfaktoren gar nicht!


Sie haben einen großen Stellenwert und mächtig Einfluss um Migräne vorbeugen zu können!

Die Triggerfaktoren sind für jeden Betroffenen sehr individuell. Sie müssen einzeln herausgefunden werden. In der klassischen Migränetherapie haben diesbezüglich Laboruntersuchungen keinen Stellenwert. Eine große Stärke der Migränetherapie nach Dr. Selz ist es, diese Triggerfaktoren mittels modernster Laboruntersuchungen genauestens zu untersuchen und für Sicherheit des Betroffenen zu sorgen. Denn: Es ist für viele Migränepatienten sehr erleichternd, wenn sie erfahren, welche Triggerfaktoren auch zu 100 % ausgeschlossen werden können.

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"MigräneREVOLUTION!"

Schon bei den ersten Symptomen muss reagiert werden!

Ein Migräneanfall kann sich schnell und plötzlich aufbauen. Die moderne Migränetherapie mittels Triptane verlangt hier allerdings, dass der Betroffene schnell reagiert und sofort eine Schmerztablette einnimmt.  Doch nicht nur das!

Auch naturheilkundliche Maßnahmen können im Beginn des Anfalls helfen. Eine meiner Lieblingsmaßnahmen ist das Senfmehlfußbad oder der Leberwickel.

Warum ist es wichtig, sofort bei Migräne zu reagieren?

Dies hat mit dem Ablauf der Migräneattacke zu tun. Die Blutgefäße werden durch Entzündungsstoffe während eines Anfalls gereizt.
Je länger dieser Zustand anhält, desto schlimmer kann sich die Entzündung im Gehirn ausbreiten und desto schwieriger wird es, diese Entzündung zu unterdrücken bzw. wieder rückgängig zu machen.

Welche Medikamente bei Migräne?

Medikamente gegen die Übelkeit bei Migräne

Als Antiemetikum bezeichnet man ein Arzneimittel gegen Übelkeit. Beliebt sind die Wirkstoffe Metoclopramid (MCP) oder Domperidon. Der Wirkstoff Dimenhydrinat (Vomex) wirkt leicht Schlaf fördernd.
Viele Betroffene machen sich dies zunutze, indem sie ein Zäpfchen gegen die Übelkeit anwenden und sich dann ins Bett legen und einschlafen. In vielen Fällen „verschlafen“ die Patienten dann ihren Anfall.

Schmerzmedikamente bei Migräne

Wie schon erwähnt, sind die Stoffgruppe der Triptane und (früher beliebt) die Ergotamine die Mittel der Wahl bei schweren Migräneanfällen. Diese Medikamente müssen von Ärzten verschrieben werden, die sich gut damit auskennen.

Bei leichter und mittelschwerer Migräne können nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt werden. Diese bekommt man meist rezeptfrei in der Apotheke. Dazu zählen Paracetamol, Ibuprofen oder in ganz leichten Anfällen auch Aspirin (ASS).

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

Bei leichten und mittleren Migräneattacken reichen oft Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR. Sie verfügen alle über einen ähnlichen Wirkmechanismus und werden doch etwas unterschiedlich von den Betroffenen vertragen.
Außerdem gibt es auch Kombinationen aus diesen Wirkstoffen bzw. in Verbindung mit Koffein oder Naproxen.

Interessanterweise erwies sich eine  Kombination 
von Medikamenten als besonders hilfreich in Studien:
Die Kombination der drei Präparate ASS, Paracetamol und Koffein scheint bei leichten und mittleren Migränen von Vorteil zu sein.
In der Leitlinie der Migränetherapie und Prophylaxe wird sie deshalb als Mittel der ersten Wahl empfohlen. 

Triptane bei Migräne

Triptane sind eine moderne Medikamentengruppe bei Migräne. Sie wirken direkt im Gehirn und verhindern, dass sich der Nervenbotenstoff Serotonin an seinen Rezeptor andocken kann. Aus den Forschungen weiß man, dass dies die Kopfschmerzen und die Übelkeit deutlich reduzieren kann. Zudem verringert sich der Blutfluss im Gehirn durch die Verengung von Blutgefäßen, was sich als positiv während einer Attacke herausgestellt hat.

Wichtig:
Das Besondere an Triptane ist der Zeitpunkt der Einnahme. Sie müssen sofort bei den ersten Symptomen angewendet werden, sonst wirken sie womöglich nicht mehr. Mittlerweile gibt es zwei Triptane, die auch rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich sind. Von einem Gebrauch ohne ärztliche Anamnese und Vorstellung wird allerdings streng abgeraten.

Triptane verfügen aufgrund der Nebenwirkung der Verengung der Blutgefäße über einige Kontraindikationen. Dazu gehören beispielsweise der hohe Blutdruck sowie Herzerkrankungen oder andere Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen. Weiterhin dürfen sie nicht bei Schlaganfällen, Aneurysmen oder schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen eingesetzt werden.

Außerdem ist die Einnahme für Kinder verboten. Die "Leitlinie zur Therapie der Migräne" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie hält für Kinder ganz besondere Einnahme- und Medikamentenvorschriften bereit.

Mutterkornalkaloide bei Migräne

Die sogenannte Stoffgruppe der Ergotamine stellen eine ältere Medikamentengruppe bei Migräne dar und können als Klassiker bezeichnet werden. Allerdings verfügen diese Medikamente über starke Nebenwirkungen.
Ähnlich wie bei den Triptanen dürfen sie von Patienten mit Herzkreislauferkrankungen (Aneurysma, Gefäßveränderungen, Herzinfarkt, Schlaganfall) nicht eingenommen werden. Sie sind außerdem bei Schwangerschaft und bei Kindern verboten.

Mutterkraut und Pestwurz (Vorbeugung von Migräne) 

Diese beiden pflanzlichen Wirkstoffe können bei Migräne helfen. Sie wurden in einigen Studien als positiv bewertet. Deshalb haben sie mittlerweile einen Platz in der Leitlinie Migräne gefunden. Die Einnahme sollte mit einem Arzt abgesprochen werden.

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Medikamente zur Migräne Prophylaxe (= vorbeugen)

Die Mittel der ersten Wahl sind besser wirksam als die Mittel der zweiten Wahl 

Mittel der ersten Wahl 

  • Antiepileptika (Topiramat oder Valproinsäure)
  • Betablocker (Metoprolol, Propranolol)
  • Kalziumantagonisten (Flunarizin)
  • Trizyklische Antidepressiva (Amitriptylin)

Mittel der zweiten Wahl 

  • Antidepressiva (Venlafaxin)
  • Aspirin (ASS)
  • Pestwurz, Mutterkraut
  • Magnesium, Vitamin B2 

Medikamente zur Migräneprophylaxe  kommen in schwerwiegenden Fällen zum Einsatz und wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigen. Sie sollen laut Studien Migräne vorbeugen. Ich mache in der Praxis oft andere Erfahrungen. Bei jedem Menschen haben die Mittel eine individuelle Wirksamkeit. 

Wichtig: 
Wenn Betroffene häufiger als zehnmal pro Monat einen Anfall haben und die Attacken teilweise auch länger als 72 Stunden dauern, dann können Prophylaxemedikamente in Betracht gezogen werden.

Botulinumtoxin (Botox) bei Migräne

Mittlerweile wird Botox bei Migränepatienten eingesetzt. Für die Anwendung und die Erstattung bei der Krankenkasse gibt es strenge Richtlinien. Meist wird das Botox von Neurologen oder spezialisierten Zentren gespritzt.

Migräne ohne Tabletten vorbeugen

​​Interessanterweise gibt es bei der Migräneerkrankung viele Möglichkeiten zur  Vorbeugung durch eine Behandlung ohne Tabletten. Dabei spielt die Psychologie eine maßgebliche Rolle.
Schwieriger wird es, eine akute Migräneattacke mit nichtmedikamentösen oder naturheilkundlichen Verfahren einzufangen. Doch auch hier besteht Grund zur Hoffnung! Man sollte nicht müde werden und alle vorgeschlagenen Maßnahmen einmal selbst ausprobieren.

Anamnesegespräch und Beratung

 Es hat sich herausgestellt, dass der Kontakt mit einem Fachmann positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat. Durch die Tipps von Profis können die Attacken eventuell schon nachlassen. Dies gilt insbesondere bei der Beratung über die Triggerfaktoren. Viele Migränepatienten sind diesbezüglich schlecht aufgeklärt.

Entspannungsverfahren

In den Studien zeigt sich, dass die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, autogenes Training oder Yoga für die Prophylaxe der Erkrankung sinnvoll sind. Insbesondere der Stress reduzierende Effekt scheint der Grund für diese Tatsache zu sein. Es geht darum, Entspannungsübungen in den Alltag zu integrieren. Dadurch kann sich der Körper in einen anderen Zustand begeben und die Stoffwechselparameter ändern sich, sodass man proaktiv etwas gegen seine Migräne tun kann.

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Biofeedbackverfahren zur Vorbeugung von Stress bei Migräne

​Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, im Heimgebrauch das sogenannte Biofeedbackverfahren anzuwenden. Dabei handelt es sich meist um visualisiert dargestellte Computerprogramme, die auf die körperlichen Signale (wie z. B. die Herzfrequenz) reagieren. Deshalb auch der Begriff: Feedback vom biologischen System.

Durch bewusst hervorgerufene Entspannungszustände können die Bildschirmparameter auf dem eigenen Computer verändert werden und so bekommt man das Feedback vom Programm, dass man sich tatsächlich in einem tiefen Entspannungszustand befindet. Viele Menschen haben deutliche Probleme, diesen Entspannungszustand ohne dieses Hilfsmittel von alleine zu erreichen.

Durch Sport Migräne vorbeugen

Als positiv hat sich ebenfalls ein regelmäßiger Ausdauersport für Migränepatienten herausgestellt. Dadurch kann die Schmerzintensität sinken. 

Psychologische Verfahren

In den Migränefachkliniken werden psychologische Verfahren, wie die Verhaltenstherapie oder die Gruppentherapie angewandt. Hier lernen die Migränepatienten in erster Linie den Umgang mit ihren privaten oder beruflichen Problemen und den Umgang mit Stress. 

Mit dem Therapeuten können ganz praktische Verhaltensweisen neu eingeübt oder besprochen werden. Durch diese Form der Therapie erlangen die Patienten wieder das Gefühl, selbst Herrscher der Situation zu sein und lernen wieder, ihr Leben in die eigene Hand nehmen zu können.

 Ebenso können Betroffene ein neues Verhalten bei akuten Migräneschüben erlernen. Durch psychologische Vorbereitungen und Tricks lernen die Betroffenen, sich in einem Anfall anders zu verhalten, was sich positiv auf die Intensität und die Dauer der Kopfschmerzattacke auswirken kann.

​Naturheilkunde bei Migräne

Akupunktur kann Migräne vorbeugen!

​Interessanterweise taucht in der Veröffentlichung der Migräneleitlinie die Akupunktur als wirksame Maßnahme gegen Migräne auf. Diese ist als Prophylaxemaßnahme durchzuführen. Die Akupunktur muss nicht zwangsläufig nach den Regeln der chinesischen Medizin durchgeführt werden, damit sie wirksam ist.

Es sollten ca. 10 bis 20 Akupunktursitzungen a 30 Minuten zur Prophylaxe der Migräne durchgeführt werden, damit die positiven Ergebnisse wie in den Studien erreicht werden können.

Sonderfall Dry Needling - ein heisser Tipp! 

Beim Dry Needling handelt es sich um eine abgewandelte Sonderform der Akupunktur. Hierbei werden die Akupunkturnadeln nur kurz eingesetzt, um Verspannungen in der Muskulatur zu lösen. Diese Methode ist besonders zur Behandlung von Muskelverspannungen geeignet und wird sehr gerne im Leistungsfußball angewandt. 

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Homöopathie und Nosoden bei Migräne

Der wissenschaftliche Nachweis der Homöopathie ist bislang nicht erbracht worden. Bedenkt man allerdings, dass seit über 200 Jahren in jeder deutschen Apotheke eine nicht unbeträchtliche Zahl von homöopathischen Mitteln zur Verfügung steht, dann muss neidlos anerkannt werden, dass es sich hierbei um ein wahnsinnig erfolgreiches Geschäftsmodell handeln muss. Nicht viele Hersteller von Arzneimitteln können von sich behaupten, dass sie in jeder Apotheke verfügbar sind. Doch das nur am Rande.

In Einzelfällen können homöopathische Arzneimittel und Nosoden bei Migränepatienten sehr deutliche Verbesserungen hervorrufen. Insbesondere die Nosode „auf Toxoplasmose“ hat sich in vielen Fällen bei Migräne als besonders hilfreich herausgestellt.

Bei Nosoden handelt es sich um homöopathische Aufbereitungen von Krankheitserregern. In der schulmedizinischen Diagnostik haben alte Infektionen so gut wie gar keine Relevanz bei Migräne. Hier ist allerdings davon auszugehen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt, bei der Erreger, die subklinisch verlaufen (abgeschwächt), zu einer Reizung der Hirnhäute oder anderer Strukturen (Nervenzellen, Faszien) kommen kann (Satz bitte prüfen) (00:25:01). Diese sind klinisch außerordentlich schwer nachweisbar und stellen für viele Ärzte gar keine Relevanz dar.

Mit Schüßlersalzen bei Migräne vorbeugen

Der Biochemiker Schüßler hat 12 Schüßlersalze definiert. Es handelt sich um homöopathische Aufbereitungen von Mineralsalzen. Bei Migräne haben sich zwei Schüßlersalze als besonders hilfreich herauskristallisiert: Erstens Numero 5: Bei geistig vegetativ erschöpften Personen mit fahlem Gesichtsausdruck hilft die Nummer 5.

Nummer 7: Der „heiße Blitz“ ist ein beliebter Klassiker bei Muskelverspannungen. Hierzu werden einige Tabletten des Schüßlersalzes Numero 7 (Magnesium Phosphoricum) in warmem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken.

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Ernährung und Allergien bei Migräne

Fast jeder Migränepatient wurde darüber aufgeklärt: Alter Käse, Rotwein oder bestimmte Lebensmittel können Anfälle auslösen. Wieso ist das so? In gewissen Lebensmitteln befinden sich gefäßaktive Stoffe. Diese wirken auf die Weite und Enge der Blutgefäße ein und können somit auf direktem Weg zu einem Anfall führen. Außerdem sind viele Lebensmittelinhaltsstoffe stark entzündungsfördernd. Insbesondere die Kopfgefäße reagieren sehr empfindlich darauf.

Insbesondere das „Chinese Restaurant Syndrome“ gilt als kopfschmerz- und migräneauslösend. Der berühmt-berüchtigte Geschmacksverstärker Natriumglutamat wird in chinesischen Restaurants besonders intensiv eingesetzt. Selbst Nicht-Migränepatienten können aufgrund dieses Stoffes mit starken Kopfschmerzen reagieren.

Ein weiteres kritisches Lebensmittel ist Kaffee: Auch Kaffee wirkt sich auf das Gefäßsystem des Gehirns aus. Ein Umstellen auf eine andere Kaffeesorte oder der Unterschied der Kaffeesorte von zu Hause zum Arbeitsplatz kann bereits Anfälle auslösen. Grundsätzlich ist jedem Migränepatienten zu raten, auf Kaffee zu verzichten, selbst wenn der obligatorische Espresso mit Zitrone oftmals einen Anfall verhindern kann.

Manche Menschen reagieren auf Kälte oder extrem heiße Speisen mit einem Migräneanfall. So kann das Lutschen von Eiswürfeln oder ein heißer Glühwein bereits einen Anfall auslösen. Auch hier besteht der Wirkmechanismus über das Zusammenziehen oder Erweitern von Blutgefäßen im Gehirn.

Mit Hausmittel Migränen vorbeugen

Der Einsatz von Hausmitteln ist bislang nicht wissenschaftlich näher bewiesen bzw. auch gar nicht untersucht. In den letzten Jahrzehnten haben sich einige Hausmittel als wirksam beim einen oder anderen Migränepatienten herausgestellt.

Massage der Schläfen mit Pfefferminzöl

Immer wieder wird berichtet, dass die Massage der Schläfen mit Pfefferminzöl einen kühlenden und beruhigenden Effekt auf den beginnenden Migräneanfall hat. Diese Maßnahme sollte eigentlich jeder Kopfschmerz- und Migränepatient ausprobieren und nicht unversucht lassen.

Fußbad mit Senfmehl beim Migräne Anfall

Aus der chinesischen Medizin ist bekannt, dass das Ende des Nierenmeridians an den beiden Füßen liegt. Falls es zu einer Unterkühlung der Füße kommt, so wirkt sich dies negativ auf diesen Meridian aus. Deshalb scheinen bei manchen Betroffenen Senfmehlfußbäder im Beginn einer Attacke recht gut zu funktionieren. Ich kann die Wirkung aus meiner Klinikzeit bestätigen, dort haben wir die Senfmehlfußbäder häufig empfohlen.

 Aus der Kneippschen Bäderheilkunde sind auf- oder absteigende Fuß- oder Armbäder bekannt. Auch hier kann man versuchen, ob es im individuellen Fall hilft. Das Wirkprinzip entspricht den schon oben häufig erwähnten Reaktionen der Gefäße auf Gefäßweite.

 

Migräne in der Schwangerschaft und Stillzeit

Migräne in der Schwangerschaft kann für viele Betroffene ein sehr großes Problem darstellen. In der Regel wird man von den Gynäkologen so beraten, dass ab dem vierten Monat eine Verbesserung der Migräne eintreten sollte. Der Hintergrund hierbei ist der anfänglihe Progesteronmangel der Frühschwangerschaft, der dann durch einen Progesteronüberschuss in der Spätschwangerschaft ausgeglichen wird. Dabei verlieren oftmals Frauen ihre Migräne für sechs bis neun Monate.

Viel brutaler wird der Tag der Entbindung. Denn das ist meistens der Beginn der Rückläufigkeit von Migräneanfällen. Aufgrund der hormonellen Verschiebung kann sich mit dem Tag der Geburt die Migräne schon wieder einstellen. Diese Phänomene sind allerdings auch noch Wochen und Monate nach Entbindung bekannt.

Während der Stillzeit ändert sich die hormonelle Lage der Frau noch einmal maßgeblich, was für viele Frauen den Weg zurück in die Migränekarriere bedeutet.

Während der Still- und Schwangerschaftszeit sollte möglichst ein engmaschiger Kontakt mit einem Neurologen oder vergleichbaren Arzt aufgenommen werden. Gemeinsam mit der Patientin sollte erarbeitet werden, welche Schmerzmittel in der Schwangerschaft eingenommen werden können und welche nicht. Viele Medikamente sind problematisch, da sie in die Muttermilch übergehen können.

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5 einfache Tipps um Migräne vorzubeugen


1. Finden Sie heraus, welchen Kopfschmerztyp Sie haben. Womöglich geht es Ihnen wie vielen Menschen und Sie wissen gar nicht, dass Ihrer Migräne ein eigentliches Stoffwechselproblem zugrunde liegt. Deshalb empfehle ich Ihnen den Besuch meines Webinars Migränerevolution!

 2. Häufig wird der Migränekalender oder das Kopfschmerztagebuch empfohlen. Meistens notieren die Patienten darin nur, wann und mit welcher Intensität sie Migräneanfälle hatten. Ich empfehle Ihnen eine andere Art des Niederschreibens Ihrer Migräne. Wenn sich ein Anfall aufbaut, notieren Sie, an welchem Tag des Zyklus Sie sich befinden, wenn Sie eine Frau sind. Und Sie notieren sich am besten, was es in den letzten Stunden vor der Migräneattacke zum Essen gab bzw. ob Sie unter besonderen Stress standen. Diese Form des Migränekalenders macht viel mehr Sinn, da man zusätzlich zu dem Auftretenszeitpunkt noch weitere Daten und Fakten sammelt. Somit bekommt man ein Gefühl für etwaige Muster.

3. Migräne mit Melatonin vorbeugen! Nehmen Sie Melatonin ein, wenn nichts dagegen spricht und Ihr Arzt einverstanden ist. In einer Studie hat sich gezeigt, dass die nächtliche Einnahme des Schlafbotenstoffes Melatonin sehr wirksam bei Migräne ist. Dass Migränepatienten auf eine strenge Einhaltung des Tag-Nacht-Rhythmus angewiesen sind, haben schon viele Forschungsarbeiten gezeigt. Scheinbar hat dieses Phänomen mit der Höhe des Melatoninspiegels zu tun. Diesen können Sie über bioidentisches Melatonin erhöhen, sodass Ihr Körper noch besser zwischen Tag und Nacht unterscheiden kann.

4. Schon Pfarrer Kneipp hat den Begriff der Ordnungstherapie als einen zentralen Baustein der Gesundheit angesehen. Darunter versteht man neben den regelmäßigen Tages- und Nachtzeiten auch die Einhaltung von gleichen Essenszeiten. Aus Sicht der chinesischen Medizin sollte nach 16:00 Uhr keine Rohkost wie Obst, rohes Gemüse oder Salate verzehrt werden. Die Chinesen haben schon vor über 2000 Jahren erkannt, dass bei einer mangelnden Verdauung aufgrund der Gärungsprozesse negative Stoffe entstehen können. Diese sogenannten biogenen Amine sind migränefördernd bzw. –auslösend.

Ausdauersport (Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Wandern, Spazieren gehen) hat sich in Studien als migränelindernd herausgestellt.

5. Die oftmals etwas belächelte Empfehlung „Vermeiden Sie Stress“ wird fast von jedem Arzt gepredigt. Doch wie soll man dies umsetzen? Im rein wissenschaftlichen Sinne bedeutet Stress das Ausmaß der Anpassung.

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Sie sich irgendwie verbiegen, verstellen oder sonst wie geistig anstrengen müssen, damit Sie eine bestimmte Situation überstehen, aushalten oder meistern können, handelt es sich hierbei um die eigentlich gemeinte Stressreaktion. Ändern Sie sofort Ihre Einstellung und überlegen Sie noch in der gleichen Minute, warum Sie mit starken Gefühlen oder einer erhöhten Anpassung an diese Situation reagieren. Dies ist meistens schon völlig ausreichend, um den Stress aus der Situation nehmen zu können.

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