Neuraltherapie

Was versteht man unter „Neuraltherapie“?

Die Neuraltherapie ist eine ganzheitliche Regulationstherapie. Durch gezielte Injektionen eines örtlichen Betäubungsmittels (z.B. Procain) in erkrankte oder schmerzhafte Gebiete und an Störferlder (z.B. Narben) kommt es zur verbesserten Durchblutung mit Schmerzausschaltung und zur Störfeldbeseitigung. Damit kommt es zur Ausschaltung ihrer  krankmachenden Wirkungen auf entfernte Körperorgane oder Organsysteme.

Häufige Störfelder sind: Die Organe des Nasen- und Rachenraums (Mandeln, Zähne, Nasennebenhöhlen, Ohren), Narben der Unterleibsorgane oder die Wirbelsäule. Die Anwendung der Neuraltherapie setzt die genaue Kenntnis der Störfelder voraus. Dazu wird vor und nach der Injektionstherapie körperlich anhand bestimmter Kriterien untersucht (z.B. tastbare Verquellungen ).

Ein Störfeld ist ein Gewebe mit Wirkung als Reizquelle, von dem minimale Dauerreize ausgehen und somit humorale, zelluläre, neurale, muskuläre undbindegewebige Regelkreise belasten. Durch einen Störherd kann sekundär eine Herdkkrankheit ausgelöst werden, jede Stelle des Körpers kann zum Störherd werden. Mit der Neuraltherapie werden vorwiegend funktionelle Störungen durch die Behandlung und Auslöschung der Störfelder behandelt.

Ausserdem können Narben nach Operationen oder Verletzungen mit der Neuraltherapie entstört werden. Man unterspritzt die Narbe mit Procain und sorgt so für Schmerzfreiheit. Die Narben werden dadurch auch kosmetisch schöner (Narben unterspritzen oder Narbenenstörung). Durch die Procain wird das Gewebe wieder weich und die Weichteile sind nicht mehr verklebt.

Als ehemaliger Assistenzarzt für Anästhesie habe ich viel Erfahrung in Regionalanästhesieverfahren und der Neuraltherapie.   Die Ausbildung erfolgte bei der „Deutschen Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie“.
Neben der Narbenbehandlung und der Schmerzbehandlung, gibt es gute Erfahrungen bei der Raucherentwöhnung, der Tinnitus-Behandlung oder bei chronischen Darmerkrankungen.